Regelstrategien

Heizungsregelung

Die Regelung erfolgt für die Zeiträume Tag, Abend, Nacht, Cool-Morning mit getrennt wählbaren Temperatursollwerten. Die Schaltzeiten können fest vorgegeben oder variabel in Abhängigkeit von Sonnenauf- und untergang gewählt werden. Folgende Funktionen sind enthalten:

  • Lichtaufschaltung
  • Feuchteaufschaltung
  • Minimal- und Maximalbegrenzungen der Vorlauftemperatur
  • Berücksichtigung der Heizenergie von Assimilationslicht
  • Temperatursummenregelung
  • Berücksichtigung von Energieschirmen
  • Regelung von mehreren Heizungssystemen
  • Untertemperaturwarnung

Zur Erreichung einer hohen Regelgüte (genaue Einhaltung der Temperatursollwerte) wird ein mathematisches Gewächshausmodell benutzt. In diesem Modell wird der Einfluss von Windgeschwindigkeit, Einstrahlung und Außentemperatur auf die Regelstrecke im Voraus berechnet und mit in die Regelung einbezogen, ehe eine Auswirkung auf die Regelgröße Innentemperatur eintritt. Die Angabe von reglerspezifischen Kenngrößen ist nicht erforderlich, der Computer passt sich selbsttätig der Regelstrecke an.

Lüftungsregelung

Die Angabe der Lüftungssollwerte erfolgt wie bei der Heizungsreglung für 4 getrennte Zeiträume und kann entweder zu festen Schaltzeiten oder variabel in Bezug auf Sonnenauf- und -untergang erfolgen. In der Lüftungsregelung sind enthalten:

  • Lichtaufschaltung
  • Feuchteaufschaltung
  • windabhängige Minimal- und Maximalbegrenzungen für windzugewandte und windabgewandte Lüftungsklappen
  • Verschiebung der windzugewandte Seite
  • wählbare Windgeschwindigkeit für die Sturmablüftung
  • Regenstellung
  • Übertemperaturwarnung
  • Cool-Morning
  • Überwachung der Lüftung bei Sturm, Frost und Kühlbetrieb
  • Dynamische Windbegrenzung für ruhigeres Verhalten der Lüftungen
  • Positionsbestimmung über Laufzeiten, auf Wunsch auch mit Stellungsrückmeldern

Zur verschleißarmen Ansteuerung der Stellantriebe werden spezielle Regelverfahren benutzt, die Einstrahlung, Außentemperatur und Windgeschwindigkeit mit einbeziehen. Dadurch wird die Schalthäufigkeit der Lüftungsklappen, zur Schonung der Lüftungsantriebe, herabgesetzt und entsprechend der Jahreszeit eine hohe Regelgüte gewährleistet.

Schattierung

Die Ansteuerung der Schattierung erfolgt in Abhängigkeit von der Außeneinstrahlung und bietet die Funktionen:

  • stufenlose Einstellung der Restöffnung
  • Vorgabe einer Schaltdifferenz Feuchteeinfluß
  • Berücksichtigung der Lichtsumme der vorangegangenen Tage zur lichtabhängigen Berechnung des Schattiersollwertes
  • Ansteuerung als Energieschirm (öffnen in Abhängigkeit von der Innentemperatur- und Außentemperatur mit Lichteinfluß).

Im Rahmen des Schattierungsprogramms ist zusätzlich der Betrieb von Verdunkelungsanlagen möglich. Die Ansteuerung einer zweiten Schattierung sowie der Betrieb von Außenschattierungen sind als Sonderprogramme verfügbar.

Belichtung

Belichtung  Für den Betrieb von Assimilationsbelichtungsanlagen sind möglich:

  • Vorgabe mehrerer Schaltzeiten
  • Mindestlaufzeit der Belichtung
  • Abschalten der Belichtung ab einer vorzugebenden Höhe der Außeneinstrahlung
  • Lichtsummenregelung mit variabler Berücksichtigung der natürlichen Einstrahlung
  • Mehrere Lichtgruppen
  • Sicherheitsabschaltung nach Innentemperatur
  • Ansteuerung neuster LED-Lampen

Bewässerung

bewaesserung

Im Bewässerungsprogramm können sowohl verschiedene Bewässerungssysteme als auch Sprühanlagen angesteuert werden. Für Bewässerung bzw. Sprühen gelten die Einstellungen:

Bewässerungsstart über:

  • Schaltzeiten
  • Lichtsummen
  • Intervallbewässerung
  • Tensiometer, saugspannungsabhängig
  • Korrektur der Bewässerungsstarts in Abhängigkeit der Heizleistung (Winterbetrieb)
  • Ansteuerung mehrererStränge pro Abteilung
  • Dauer der Wassergabe individuell einstellbar

Sprühen/Hochdrucknebel Start über:

  • Schaltzeiten
  • Luftfeuchte
  • Tauwaage
  • Lichtsumme
  • Ansteuerung mehrerer Stränge pro Abteilung

Die Steuerung wird individuell an die Kundenbedürfnisse angepasst

Sonderprogramme

Für Anwendungsfälle, die nicht in den Standardprogrammen enthalten sind, lassen sich auf Wunsch Sonderprogramme erstellen. Beispiele sind: Die Regelung von Blockheizkraftwerken, Kesselhäuser mit Ein- und Mehrkesselanlagen, Kühlanlagen.
Für Forschungsanlagen im Bereich Gen-Forschung, Pflanzenzüchtung, Pflanzenschutzmittelforschung, Lehr- und Versuchsanstalten u.v.m. stehen zahlreiche Sonderprogramme zur Verfügung.
Im Bereich der Bewässerung stehen Programme zur Düngebeimischung der Konfektionierung von Vorratsbecken sowie der dazugehörigen Bewässerungslogistik zur Verfügung.
Die beschriebenen Funktionen sind bereits in mehr als 100 Anlagen in Betrieb und können als Referenzobjekte dienen.

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